23.-25.02.2015 | Kurs #01 | Damensattel

#1 von EZ Zahr , 26.01.2015 23:36

K U R S # 0 1 || D A M E N S A T T E L
23.-25.02.2015


Wir sind stolz darauf, euch berichten zu können, dass wir erstmals einen 3-tägigen Kurs bei uns abhalten werden. Wir sind schon sehr gespannt auf eure Reaktionen und wie die Kurse, insbesondere natürlich der Erste, bei euch ankommen werden. Wir versuchen in Zukunft gerne auf eure Wünsche bezüglich Kurse und Lehrgänge einzugehen und hoffen auf ein reges Interesse.


Kursleitung
Die Grande Dame des Damensattels - Evelyn van Wernev


Bild von Gal Ildiko
Frau van Wernev im Alter von 29 Jahren auf dem Lusitanohengst Racio

Vor 41 Jahren in Hascis/Caymaro geboren wuchs sie in Plymouth/UK auf.
Nach einer klassischen Reitausbildung bei diversen Größen wie Bernd Ramun, Helen Mour und Andreij Opkov entdeckte die damals 29 Jährige ihre Liebe zum Damensattel. Schnell war für van Wernev klar, dass diese Reitweise einen großen Stellenwert in ihrem Leben haben wird und auch, dass sie anderen Reitern diese beeindruckende, geschichtsträchtige Reitweise näher bringen möchte.
Für van Wernev geht es dabei in erster Linie nicht um Perfektion oder „Bekehrung“. Ganz im Gegenteil, sie freut sich ebenso auf Kursteilnehmer, die einfach hinein schnuppern möchten und etwas anderes ausprobieren wollen.

Seit 6 Jahren schon bietet sie Unterricht im Damensattel auf ihrer eigenen Anlage in Großbritannien und auf den Lehrgängen weltweit an. Der Damensattel erfreut sich an immer größer werdender Beliebtheit in unseren Breitengraden und Evelyn van Wernev hat bestimmt einen großen Teil dazu beigetragen. Wir freuen uns sehr, dass wir die - ja, sprechen wir es ruhig aus – Grande Dame des Damensattels bei uns auf der Anlage des Ez Zahrs begrüßen können und dürfen.

Short Facts
* 3 Tage
* max. 10 Teilnehmer / 2 Gruppen à 5 Teilnehmer
* für blutige Anfänger, Nichtreiter, Interessierte & gern auch Männer
* keine eigenen Pferde; für den Kurs stehen Lehrpferde von Frau van Wernev zur Verfügung
* 2 Std./Tag
* Theorie- & Praxiseinheiten
* Unterkunft inkl. Vollverpflegung

Zeitplan
Tag 1 - Theorie, aber saftig
Tag 2 - Die ersten Schritte
Tag 3 - Praxis

Teilnehmer
#01 - Lisa Velten (24) - Gestüt Soul
(Keine Erfahrung im Damensattel | Dressur aber bis S | Teilnahme weil: tolle Erfahrung)
#02 - Tanja Mellak (24) - Whitebrook Farm
(Keine Erfahrung im Damensattel | blutige Reitanfängerin | Teilnahme weil: tolle Erfahrung + von Lisa überredet)
# 03 - Mary Thalia (um die 20) - Gestüt Royalhorse
(Keine Erfahrung im Damensattel | Dressur bis Grand Prix | Teilnahme weil: Interesse

Anmeldung
Einfach Name (Alter) & Hof als Antwort posten (gerne mit "Trainingsstand" bzw. bisherige (Nicht-)Erfahrungen mit dem Damensattel & warum ihr am Kurs teilnehmt)
Anmeldeschluss ist der 23.02. bis 15:00

 
EZ Zahr
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zuletzt bearbeitet 02.02.2015 | Top

RE: 23.-25.02.2015 | Kurs #01 | Damensattel

#2 von EZ Zahr , 26.01.2015 23:46

D I E _ L E H R P F E R D E


Bild von Zuzana Buranova
Emperador
Pura Raza Espagnol | Wallach | Brauner | *1999 (16 Jahre)


Bild von Zuzana Buranova
Hacendada
Pura Raza Espagnol | Wallach | Schimmel | *2009 (6 Jahre)


Bild von Zuzana Buranova
Risuena
Pura Raza Espagnol | Stute | Schimmel | *2001 (14 Jahre)


Bild von Zuzana Buranova
Neapolitano Trompeta
Lipizzaner | Wallach | Brauner | *2002 (13 Jahre)


Bild von Zuzana Buranova
Monica
Friesen-Mix | Stute | Rappe | *2002 (13 Jahre)

 
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RE: 23.-25.02.2015 | Kurs #01 | Damensattel

#3 von Gast , 27.01.2015 12:38

nenne


RE: 23.-25.02.2015 | Kurs #01 | Damensattel

#4 von Gast , 27.01.2015 12:39

Lisa Velten - Gestüt Soul (Keine Erfahrung im Damensattel | Dressur aber bis S | Teilnahme weil: tolle Erfahrung)
Tanja Mellak - Whitebrook Farm (Keine Erfahrung im Damensattel | blutige Reitanfängerin | Teilnahme weil: tolle Erfahrung + von Lisa überredet ;) )


RE: 23.-25.02.2015 | Kurs #01 | Damensattel

#5 von EZ Zahr , 27.01.2015 21:10

Anmeldebestätigung für:
#01 - Lisa Velten
#02 - Tanja Mellak




kleine Erweiterung bei der Anmedlung, weil wir's ganz vergessen haben zu erwähnen:
das Alter bitte mitangeben ;D

 
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RE: 23.-25.02.2015 | Kurs #01 | Damensattel

#6 von Gast , 27.01.2015 21:24

Mary Thalia (Alter habe ich garnicht festgelegt, aber so um die 20, eher jung) - Keine Erfahrung (kennt aber ebenfalls die Dressur bis zum Grand Prix) - Nehme teil weil mich sowas interessiert (:


RE: 23.-25.02.2015 | Kurs #01 | Damensattel

#7 von Gast , 27.01.2015 21:24

*Gestüt Royalhorse


RE: 23.-25.02.2015 | Kurs #01 | Damensattel

#8 von EZ Zahr , 01.02.2015 16:02

Anmeldebestätigung für:
#03 - Mary Thalia

 
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RE: 23.-25.02.2015 | Kurs #01 | Damensattel

#9 von Gast , 01.02.2015 23:23

Kein problem!
Sind beide 24 Jahre alt =)


RE: 23.-25.02.2015 | Kurs #01 | Damensattel

#10 von EZ Zahr , 23.02.2015 13:08

Tag 1 – Theorie, aber saftig


Der Damensattel
Mit der Erfindung des Sattelbaums und später des Steigbügels musste man sich erstmals entscheiden rittlings (also im Spreizsitz) oder seitlings (also im Seitsitz) am Pferd zu sitzen. Bis dahin, gab es lediglich einfache Sattelkissen.
Der erste „Steigbügel“ für den Damensattel war die Planchette (franz. Brettchen), ein Brett, welches als Fußstütze diente und nicht viel mit dem heutigen Steigbügel zu tun hatte.
Später entwickelte sich daraus der Vorgänger des heutigen Steigbügels, der "Pantoffelsteigbügel". Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Sicherheitssteigbügel, inklusive der Sicherheitsmechanismen bei der Steigbügelriemenbefestigung, erfunden.

Anfänglich besaßen Damensättel eine Lehne und bot der Reiterin so gut wie keinen Halt, daher wurde das Pferd stets nur im Schritt von jemanden geführt. Erst mit Anna von England, die angeblich als Erste nur ihr linkes Bein auf die Planchette stellte und das rechte Bein angewinkelt auf den Widerrist des Pferdes legte, und später Katharina de Medici, die als die große Revolutionärin gilt, indem sie ihr rechtes Bein über den Knauf am Sattel legte, der eigentlich zum Festhalten gedacht war. Durch diesen Knauf hatten die Damen hoch zu Ross dann auch mehr Halt als zuvor, was ihnen ermöglichte die Zügel selbst in die Hand zu nehmen und auch schnellere Gangarten als Schritt schafften. Auch kleine Sprünge waren so, für gut ausbalancierte Reiterinnen, möglich.
Dadurch entwickelte sich schon bald der Gabelsattel. Hierbei ruhte das rechte Bein zwischen den beiden oberen Hörnern.
1830 erfand der französische Reitmeister Charles Pellier das sogenannte Schraubhorn. Somit wurde der Damensattel wirklich sicher beim Reiten, als auch beim Springen. Das rechte obere Horn des Gabelsattels entwickelte sich mit der Zeit zurück und ist heute, wenn überhaupt, nur noch als kleine Erhöhung wahrzunehmen.


Der heutige Damensattel
Heute gibt das Damensättel mit flachem und tiefem, der vor allem für die Dressur, Sitz. Die Hörner des „Dressursattels“ liegen weiter auseinander.
Des Weiteren sei unbedingt ein großes Vorurteil aufgeklärt: Der Sitz im Damensattel. 95% der Menschen, die ich treffe, sind der Meinung, dass man im Damensattel automatisch seitlich verdreht sitzt. Nein! Tut man nicht. Die Reiterin sitzt – im Idealfall, den Sitzfehler schleichen sich ja bei jedem früher oder später ein – mit der Hüfte und den Schultern parallel zur Hüfte des Pferdes. Die Mitte des rechten Oberschenkels sollte über dem Widerrist des Pferdes liegen. So findet man auch wesentlich einfacher ins Gleichgewicht.


Die Form und der "besondere" Umgang
Die Form und die Gewichtsaufteilung des Damensattels sind asymmetrisch, deshalb rutscht er leicht vom Pferd, wenn der Sattelgurt nicht geschlossen ist. Wenn der Sattel auf das Schraubhorn fällt, ist dieses gebrochen oder zumindest verbogen. Die Reparatur ist sehr teuer und zeitaufwendig, glauben Sie mir. Es gibt übrigens eigens angepasste Sattelhalter und wenn sie keine Möglichkeit haben ihn anders zu lagern, stellen sie ihn einfach auf den Kopf.
Beim Auf- und Absteigen sollten Sie sich nicht am Schraubhorn anhalten oder stützen, da es wegen der Hebelwirkung leicht brechen kann.
Der Damensattel wird auf der rechten Seite zugegurtet. Den Sattelgurt können Sie beim Absatteln flach über das Schraubhorn legen. Niemals aber bitte den Steigbügel über das Horn legen. Der raue Teil der Trittfläche des Steigbügels zerkratzt Ihnen sonst den Lederbezug des Horns. Und das führt wiederrum zu der teuren und zeitaufwendigen Reparatur.


3 bekannte und beliebte Damensattelproduzenten
Champion & Wilton
Eine englische Firma, die als Erste einen Damensattel mit zurückgeschnittenem Kopf herstellte, sodass die Sitzfläche mehr in die Waagrechte kam und so einen sicheren und bequemeren Sitz ermöglichte; und auch das Springen ein wenig erleichterte. Bis dahin lag das rechte Knie höher und erschwerte den Vorwärtssitz.
Ein weiteres besonderes Merkmal des Champion & Wilton war das, zu der Zeit, einzigartige Sicherheitsbügelschloss, das die Firma erstmal im großen Stil in jedem Sattel eingebaut hat. Übrigens, beim Damensattel, wie eigentlich bei jedem Sattel, sollte man immer gut darauf achten, dass das Sicherheitsschloss immer gut geölt ist.
Champion & Wilton waren auch die Ersten, die den sogenannten Sefton Gurt etabliert hatten. Der Balancegurt, der auf der linken Seite vom hinteren Teil des Sattels zum Sattelgurt führt. So konnte der Sattelgurt weiter vorne geschlossen werden und durch den größeren Winkel dem Sattel mehr Stabilität verleihen.

Der Owen
Das „Markenzeichen“ dieses Sattels ist die runde, tropfenförmige kleine Tasche, welche die spezielle Bügelaufhängung abdeckt.
Diese spezielle Sicherheitsbügelaufhängung wurde immer als passendes Paar mit dem Steigbügelriemen gearbeitet. Daher ist unbedingt zu beachten, dass wenn ein Teil kaputt oder verloren geht, man beim Nachbau auf eine dementsprechende Passgenauigkeit achtet.
Der Firma Owen ist auch der flache Sitz zu verdanken, der den „Vorwärtssitz“ (etwa wie der leichte Sitz) und somit das Mitgehen über dem Sprung um Vieles erleichterte.
Ebenfalls der Firma Owen zu verdanken ist, dass der Sattel nicht, wie bisher, nur links höher gepolstert war, sondern einen generell höheren Sitz hatte und die Auflagefläche für das Pferd somit symmetrisch blieb. Die Reiterin allerdings saß auf einem leicht nach rechts geneigten Sitz. Auch neu war, dass Owen die Verwendung eines ganzen Kissens einführte und nicht ein geteiltes Kissen (wie auch in den heutigen Englischsättel).

Der Deuber
Der neue Damensattel von der Firma Deuber. In Zusammenarbeit mit einem renommierten Förderer des Damensattels entstand ein neuer, formschöner Damensattel, dessen Besonderheit es ist, ausschließlich nach Maß gefertigt zu werden. Jedes Pferd bekommt einen individuellen Maßsattel. Und natürlich sind die Sättel so konstruiert, dass man sie ohne weiteres auch wieder an Veränderungen am Pferd anpassen kann.
Aber nicht nur das Pferd hat einen großen Vorteil von einem Maßsattel, denn bei der Anpassung wird auch der Körper der Reiterin miteinbezogen. Besonderes Augenmerk wird auf die Oberschenkellänge und die Hüftbreite der Reiterin gelegt. Und nach der Breite des Oberschenkels wird das fixe Horn positioniert.
Den Wünschen sind keine Grenzen gesetzt. Man kann zwischen der Lederart, der Farbe und der Ausführung (ob schlicht oder einfach) wählen. Und Sie müssen auch keine Sorge haben, dass es in Ihrer Nähe keinen Damensattler gibt, denn Sie haben die Möglichkeit das Rückengitter selbst anzulegen und auch eine bei der Abmessung Ihrer eigenen Maße gibt es eine Schritt-für-Schritt Anleitung. Es ist keine Hexerei, glauben Sie mir.

QUELLE: http://www.damensattel.at

 
EZ Zahr
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RE: 23.-25.02.2015 | Kurs #01 | Damensattel

#11 von EZ Zahr , 25.02.2015 19:17

Tag 2 – Die ersten Schritte



Aufsitzen
Das „korrekte“ Aufsteigen; fangen wir damit an. Diese Art Aufzusitzen stammt auch noch aus der Zeit, als die Dame im Sattel geführt wurde und hielt sich relativ auch noch lange danach.
Der Dame stehen zwei Herren zur Seite. Einer hält das Pferd am Zügel und der zweite Herr hilft der Dame in den Sattel. Die Dame steht links, parallel zum Pferd mit Blickrichtung nach vorne. Die rechte Hand ruht auf der Sitzfläche des Sattels, die Linke auf der Schulter des Herren, der ihr in den Sattel hilft. Der Herr bleibt im Oberkörper gerade und beugt die Knie um der Dame die Handfläche für ihr linkes Bein anzubieten. Ähnlich einer Räuberleiter. Sobald die Dame die Hand, die auf seiner Schulter liegt, belastet, streckt der Herr die Beine durch und hebt die Dame somit hoch. Sobald sich die Dame nun auf der Höhe des Sattels befindet legt sie ihr rechtes Knie über das Horn und nimmt im Sattel Platz. Es ist darauf zu achten, dass der Oberkörper und der Kopf der Dame die ganze Zeit über senkrecht und mit Blick nach vorn gerichtet bleiben. Der Herr ist beim Sortieren des Rockes behilflich und bietet der Dame den Steigbügel an.
Ohne den beiden Herren hilft eine Aufstiegshilfe genauso viel Möglichkeit sich elegant auf den Pferderücken zu schwingen.


Absitzen
Heute: Mit der Aufsteigshilfe.
Damals standen der Dame wieder beide Herren zur Verfügung. Einer hält wieder das Pferd, der andere ist der Dame behilflich. Zuerst nimmt die Dame den Fuß aus dem Steigbügel und hebt das rechte Bein über das Horn um den Oberkörper nach links zu drehen und somit nun seitlich im Sattel sitzt. Sie vergewissert sich, dass der Rock nicht an den Hörnern hängen bleiben könnte und somit Dinge zum Vorschein kommen, die verborgen bleiben sollten. Sie reicht dem Herren ihre linke Hand und gleitet elegant zu Boden und sollte parallel zum Pferd aufkommen.


Der korrekte Sitz
Der Abstand zwischen der rechten Kniekehle und dem fixen Horn sollte etwa zwei Finger breit betragen. Die Wirbelsäule der Reiterin, senkrecht über die des Pferdes. Und Hüfte und Schultern parallel zum Pferd. Wenn nicht sogar lieber eher nach rechts gedreht, anstatt zu weit links. Man sagt als Faustregel gilt „Die Schultern 3 nach 12“.
Die rechte Ferse wird zum linken Schienbein gezogen und der Fuß gestreckt. Die Zehenspitzen sollten nach unten zeigen und zur linken Pferdeschulter gedreht werden. Diese Haltung klingt sehr anstrengend, aber erstens hat man‘s irgendwann raus und ist zweitens für einen sicheren Sitz einfach unabdingbar.
Das linke Bein, das im Steigbügel, entspricht wie im englischen „Herrensattel“: flacher Oberschenkel, federnde Ferse in die Tiefe gerichtet und eine Spur tiefer als die Ballen. Das Knie flach an den Sattel gelegt; nicht gepresst. Man muss aber darauf achten, nicht zu viel Druck auf den Steigbügel auszuüben, denn dann besteht die Gefahr, mit den Sitzknochen nach links zu rutschen und somit dann in der rechten Hüfte einzuknicken. Der linke Oberschenkel wird des Weiteren, bitte auch nicht an das Schraubhorn gepresst. Dafür ist es erstens nicht gedacht und zweitens würden wir auch im normalen Sattel unser Bein nicht nach oben ziehen. Außer im Notfall, wenn Knieschluss gefragt ist, gibt das Schraubhorn Halt.

Die besondere Herausforderung am Sitz im Damensattel ist die Tatsache, dass – da man im Damensattel etwa 25cm weiter hinten im Sattel sitzt – man den Oberkörper leicht nach vorne bringen muss, um den Schwerpunkt nicht zu verändern. Beim Vorlehnen ist aber unbedingt darauf zu achten, dass man in der Hüfte nicht einknickt.

Das Reitergewicht wird gleichmäßig auf beiden Sitzknochen und dem rechten Oberschenkel verteilt. Die Zügelführung im Damensattel ist allgemein etwas breiter und höher, als im herkömmlichen Sattel. Meine Schüler hören also vermehrt „Hände hoch“ als „Hände tief“. Etwa eine Handbreit höher als normal und rechts und links in Höhe der Knie. Wirkt im ersten Moment mehr als seltsam und ungewohnt, aber auch daran gewöhnt man sich. Und keine Sorge, sollten Sie sich entscheiden öfters im Damensattel zu sitzen und dann wieder in den Herrensattel wechseln: die meisten Reiter nehmen dann automatisch die „Herrensattel-Hand-Haltung“ ein.
Die Ellenbögen werden nicht im rechten Winkel getragen. Unterarme und Zügel sollten eine ununterbrochene gerade Linie zur Trense bilden. Zügelenden hängen rechts vom Sattel herunter, um sich nicht in den Hörnern zu verfangen.
Gerte, oder Reitstock, wie er bei der Damenreiterei heißt, wird stets rechts getragen, hat immer eine leichte Anlehnung zum Pferdekörper und ersetzt unser rechtes Bein.
Und nicht vergessen: Immer Ladylike im Sattel sitzen und Lächeln!




QUELLE: http://www.damensattel.at

 
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RE: 23.-25.02.2015 | Kurs #01 | Damensattel

#12 von EZ Zahr , 02.03.2015 13:36

Tag 3 – Praxis


Am Vormittag stand die erste Praxisstunde an. Gestern Nachmittag hatten die Kursteilnehmerinnen schon einmal das Auf- und Absteigen geübt – ohne Kavalliere aber mit einer Aufstiegshilfe. Auch den korrekten Sitz hatten wir schon im Fokus. Gestern Vormittag noch in der Theorie, am Nachmittag dann schon am Pferd.
Heute sollte es um das Reiten gehen. Zwei Teilnehmerinnen, Lisa und Mary, hatten beide schon Reiterfahrung. Tanja hingegen war blutige Reitanfängerin, weswegen sie nicht nur das „bravste und einfachste“ Pferd unter den Hintern bekam, sondern auch ein bisschen Extra-Hilfestellung zum Sitz und den Reiterhilfen. Benachteiligt fühlte sich aber (hoffentlich) trotzdem niemand.



Die erste Lektion heute war Pferde putzen und Pferde satteln. Mit Damensattel natürlich ungewohnt. Da es nur 3 Teilnehmerinnen waren, hatte ich genügend Zeit mich wirklich um jede besonders gut zu kümmern. So hatte ich auf Tanja immer ein besonderes Auge und half allen 3 beim Aufsatteln. Am Nachmittag sollten sie dies schon ohne oder zumindest mit weniger Hilfe meinerseits, machen.

Nach dem Aufsatteln ging es dann in die Halle, die uns für diesen Kurs zur Verfügung stand. Dort wurde dann aufgesessen. Mary war die erste die im Sattel saß. Sie bekam die Schimmelstute Risuena unter den Hintern. Als Mary oben saß, korrigierte ich ihren Sitz nochmal und erinnerte sie an Kleinigkeiten wie die Handhaltung und nicht in der Hüfte einzuknicken. Dann drehten die beiden schon ihre ersten Runden und wurden miteinander vertraut.
Als Zweites schwang sich Lisa in den Sattel von Trompeta, dem Lipizzanerwallach, der nicht gerne still steht. Lisa hatte also das Pferd mit dem eigenen Charakter. Nichtsdestotrotz ist Trompeta ein sehr gutes Lehrpferd, sonst würde ich ihn ja nicht auf meine Kurse mitnehmen. Als auch Lisa im Sattel saß und die ersten Schritte durch die Halle machte half ich nun Tanja in den Sattel von dem erfahrensten Pferd in der Runde, Emperador. Da Tanja diejenige war, die am wenigstens Erfahrung am Pferderücken hatte, nahm ich mir bei ihr ein wenig mehr Zeit ihr Tipps zu geben und bat sie, Bescheid zu sagen, sobald sie sich mit irgendeiner Übung unwohl fühlte.
Ich ließ den Damen erst einmal Zeit sich an das Gewühl im Damensattel zu gewöhnen und ließ ihnen frei, welche Bahnfiguren sie im Schritt ritten. Dazwischen gab ich hier und da natürlich einige Korrekturen, was den Sitz betraf. Ich steigerte die Anforderung an den Sitz immer wieder, versuchte dabei natürlich nicht zu anspruchsvoll zu sein. Ich denke bis jetzt gelang mir das immer ganz gut.
Jeder ritt für sich alleine und später wurde auch getrabt. Lisa und Mary trauten es sich schon nach kurzer Zeit zu und wirkten irgendwie überrascht, dass das Aussitzen doch schwerer ist, als es scheint. Tanja entschied sich erst am Nachmittag den Trab auszuprobieren.
So war es dann auch am Nachmittag. Tanja probierte das Traben, was gar nicht so schlecht funktionierte, in Anbetracht, dass sie eigentlich Reitanfängerin ist. Die anderen beiden Damen wagten sich später auch an ein paar kleine Galoppeinheiten. Das Hauptaugenmerk lag aber natürlich wieder am Sitz und die richtige Hilfestellung, da sich die sehr von den „normalen“ Hilfen vom normalen Reiten unterscheidet.

Abschließend ist zu sagen, dass ich sehr zufrieden mit den 3 Damen war. Sie zeigten sich durchwegs interessiert und lernbereit. Ich hoffe, dass ich nicht nur interessantes Wissen weitergeben konnte, sondern auch eine bleibende Begeisterung für das Reiten im Damensattel.



Wenn wer möchte, kann er sich gerne eine kleine Teilnehmer-Urkunde mit nach Hause nehmen:
Alle Bilder von http://www.zuzule.com/

Tanja


Mary


Lisa

 
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RE: 23.-25.02.2015 | Kurs #01 | Damensattel

#13 von Lisa ( Gast ) , 17.03.2015 13:34

Hallo =)
Also ich war in letzter Zeit ein wenig im Stress, deshalb melde ich mich erst jetzt :/

Den Kurs fand ich echt super - ich denke sowieso, dass man auch offen für andere Reitweisen sein sollte, denn man lernt nie aus und es gibt immer noch einmal andere Sichtweisen, die einem auch in der "eigenen" Reitweise sehr hilfreich sein können! :)
Deshalb wäre ich auch auf jeden Fall wieder dabei falls es sowas gibt - auch zB wenn du Kurse für Doppellonge oder so machen würdest :)
Generell so Seminare oder so fände ich cool, zum Beispiel zum Thema richtige Pferdefütterung oder so. Was ich auch toll fände; einen Kurs dem eine kleine Prüfung folgt, mit dem man dann Trainerschein oder so machen könnte, wie im realen. Dass man sich auch mal virtuell als Reiter fortbilden kann :)

Die Urkunden sind auch super, hab sie auch beide auf meinen Seiten :)
Nur ich fänds toll wenn noch der Name auf der Urkunde stehen würde :)

Lisa

RE: 23.-25.02.2015 | Kurs #01 | Damensattel

#14 von EZ Zahr , 18.03.2015 21:17

Vielen lieben dank, Lisa. Ich werd mir das auf alle Fälle zu Herzen nehmen und freu mich sehr, dass du dich auch für soetwas begeisterst :D

 
EZ Zahr
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RE: 23.-25.02.2015 | Kurs #01 | Damensattel

#15 von Lisa ( Gast ) , 27.03.2015 13:10

Sehr gerne :)

Lisa

   

21.-23.09.2016 | Kurs #02 | Zirzensik . I . Grundkurs

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