24.01.2017 | D I E N S T A G

#1 von EZ Zahr , 24.01.2017 03:29



11:00 Reit- & Springunterricht live in der Arena
14:30 Vesländer – Das Pferd
16:30 WE-Vorführung
17:30 Equidolin Jugend-Cup Springen Kl. M*
18:30 Stuntvorführung
19:30 McCrea Jump-Cup Kl. S*




Reit- & Springunterricht live in der Arena



14:30 Vesländer – Das Pferd

Vom Gestüt Elwen präsentieren sich hier zwei Stuten und ein Hengst:
Unter Haupt-Dressurtrainer Thilo Maus bewegt sich hinten an der Stirnseite Caliondo. Der junge Vesländerhengst ist ist für das Gestüt aufgestellt und stammt vom Camaro af Luminess ab, dem schwarzen, schwedischen Hengst, der am Nereus Riding Center stationiert ist. Selbst noch als recht junger Vertreter ist Camaro international bekannt durch seinen Einzug in die Hall of Fame der All Sim Dressage Association und die guten Bewertungen sowohl in Schweden als auch in den USA. Auf Mutterseite findet sich die Hannoveranerstute Verona, eine Grand Royal-Voll Okay Tochter, die sich für das Gestüt aktuell in Inter II präsentiert und neben Caliondo einen weiteren Deckhengst der Station zum Sohn hat. Caliondo selbst startet seit Jahresbeginn in Dressurpferdeprüfungen der Klasse L und scheint noch lange nicht nachlassen zu wollen in seinem Streben nach der Spitze.

Unter Evanna Markovics stehen Sie auf der langen Seite hier jetzt GNs Evita, eine auf dem Nereus Riding Center gezogene Stute, deren Vater Utsiktens Baureo ebenfalls ein Schwede ist. Dieses Jahr 18jährig hat sich Baureo aus dem Sport bereits verabschiedet und schmückt sich mit einem National Champion von sowohl der All Sim Warmblood Association als auch von der All Sim Dressage Association, dazu ein Liebhabertitel der All Sim Dressage Association und den Elite-Award des vesländischen Pferderegisters. Auch Muttervater Emanuel ist ein Schwede, schon länger aus Sport und Zucht verabschiedet.

Direkt gegenüber grade entspannt im Trab die 3jährige Amaroula LW unter Krishan Noppers. Die Fuchsstute stammt, wie an der Nase fast unweigerlich zu erkennen vom Elwenschen Urayuli, der in Schweden bei Waagedorf gezogen wurde und 9jährig jetzt in die hohe Klasse eingestiegen ist. Er hat einen Hall of Fame Rang der Ass Sim Dressage Association und ein Miniature Champion Dressur der SISF aus zeiten, in denen er noch nicht in Vesland stationiert war. Auf Mutterseiten finden sich alte Linien wie Academy Award als MMV. Amaroula ist selbst noch kein ganzes Jahr fertig unter dem Sattel, konnte sich aber so jung schon beweisen. Zuletzt konnte man sie auf großer Bühne im Finale des Winter Breeders Cup bewundern.

Am Gestüt Elwen wird viel auf schwedische Linien und deren Vererberqualitäten in der Vesländer Dressurzucht gesetzt. Die Ergebnisse davon sehen Sie unter anderem hier und sonst auf den Turnieren in Vesland. Die Pferde weisen sich stets durch ein einnehmendes Wesen und Fleiß bei der Arbeit aus, was in der Dressurarbeit ja nie zu verkehrt ist.


Am Hindernis hier Jungreiterin Friderike Noppers mit der Buckskin-Stute Asha, einer recht frühen Vertreterin der vesländer Reitponyzucht. Diese Stute zeichnet sich durch ein extrovertiertes Wesen aus, habe ich mir sagen lassen. Sie bringt viel Eleganz am Hindernis mit, lässt sich aber auch in der Dressur nicht lumpen. Darüber hinaus hat sie sich wunderbar als Lehrerin für ambitionierte Jungreiter etabliert. Zuletzt konnten Sie die Stute im Finale des Winter Cups der Jugend sehen, als Friderike Noppers die Lorbeeren für den Reservesieg in Dressur mit ihr einfuhr.

Am gleichen Tag übrigens auch zu beobachten war die Rappstute dort hinten mit ihrer noch jüngeren Reiterin Marina Misker. Mit ihren freundlichen Wesen hat sich Fussili als ausgezeichnetes Kinderpony erwiesen und zeigte das, indem sie ihre Reiterin im Bambini-Springen routiniert und fehlerfrei bis ins Ziel und damit auch aufs Treppchen brachte. Von Marinas Mutter, Rhiannon Misker, habe ich mir sagen lassen, dass am Gestüt Elwen inzwischen viel auf die vielseitigen Vesländer Reitponys gesetzt wird, die sich in Sport und Training als zuverlässige Partner, im Unterricht als geerdete Lehrmeister und in der Zucht als ausgezeichnete Mütter und leistungsstarke Väter zeigen.


Ebenfalls im Ring sehen Sie Priamos Rb aus dem Hause Redbird.
Es gibt Ponys wie Sand am mehr in der vesländsichen Ponyzucht. Priamos ist sicherlich eins davon, aber der schicke Palominohengst aus unsere Zucht sticht trotzdem hervor. Man muss schon etwas genauer hinschauen in seiner Abstammung, aber dann sieht man es doch. Das Aussehen hat er sicherlich von seiner Mutter, das Gangwerk von seinem Vater Percy Perfekt der auch aus unsere Zucht stammt, aber als Dt. Reitpony gebrannt ist. Genau wie sein Vater sticht auch Priamos mit außerordentlichen Gangarten. Manchmal könnte man denken, man hat einen Warmblüter vor sich. Irgendwie stimmt das ja auch. Priamos Vater ist zwar als Pony gebrannt, hat aber einen Warmblüter als Vater. Dem zur Folge ist sein Vater mit tollen Gangwerken ausgestattet im Ponymaß. Hinzu kommt das Primos Vater hoch erfolgreich in der schweren Klasse war. Ja und Priamos? Der junge Hengst hat dieselben Gangwerke wie sein Vater und ist nun auch zur Zucht zugelassen. Wir freuen uns jetzt schon auf die ersten Nachkommen, die hoffentlich genau so spektakulär laufen wie sein Vater und dessen Vater. Das Prim dazu in der Lage ist zeigen bereits 20 Siege bis hin zur Klasse L und wer weiß vielleicht sehen wir ihn irgendwann auch im ganz großen Viereck.


Nach der Präsentation vom Gestüt Elwen sehen wir nun die bunten Rassevertreter der Vesländer – die Vintos von Moorwiesen.
Den Beginn machen zwei Mutter-Fohlen-Paare, die auch schon an der Hand hereintraben. Die Braunscheckstute Guljul Quest mit ihrem Stutfohlen Guided Larp. Wenn Sie sich jetzt denken, die Mutterstute sieht nach arabischen Einschlag aus, dann haben Sie Recht. Die Stute hat ein arabisches Vollblut zum Papa und eine Pintabian-Dame als Mutter. Dementsprechend kann man auch ihr Temperament hier gut erkennen. Kraftvolle Trabschritte, aufgestellter Schweif und bebende Nüstern. Ein wenig Lampenfieber scheint es zu sein. Gut für Sie, meine Damen und Herren, da können Sie sehen, was in der Stute steckt.
Die Tochter in Schwarz und Weiß stammt vom Moorwiesen-Hengst Larp. Ein brauner Holsteiner, der eine Karriere in der Dressur anstrebt. Durch die geschickte Anpaarung mit dieser vielseitigen Mutter gehen die Züchter von einer talentierten jungen Stute aus. Der Schwerpunkt klar in der Dressur, aber auch im Parcours oder im Busch wird sich Guided Larp beweisen können.

Die zweite Stute im Ring ist Tupfenkleid mit ihrem Hengstfohlen Perun. Beide in einer schicken Porzellanscheck-Jacke. Tupfenkleid selbst stammt von dem nicht ganz unbekannten Tupfenkind MW ab, den wir wenig später auch noch zu sehen bekommen werden. Die Stute ist, wie Sie sehen können, die Ruhe in Person und ein Kontrast zur Scheckstute. Sie scheint sich nicht so viel aus dem Rummel hier zu machen. Perun scheint sich auch sehr für alles hier in der Arena zu interessieren. Aufgeweckt der kleine Kerl. Mit Papa Pancake MW, der wiederum von zwei Barockpintos abstammt, hat Perun nicht nur Talent für die Dressur mitbekommen – wo auch Mamas Schwerpunkt liegt – sondern auch für den Fahrsport. Und auch in der Doma Vaquera könnte der Hengst später glänzen.

Vielen Dank! Nachdem die Mamis draußen sind, sehen wir nun 3 Hengste dieser Rasse. Unter dem Sattel vorgestellt werden, wie schon versprochen, Tupfenkind MW und seinen Kollegen Kräuterli MW. An der Hand sehen wir den Vierjährigen Lokator.
Beginnen wir doch gleich ein wenig über Tupfenkind zu plaudern. Wieder ein schicker Porzellanschecke. Er scheint hier sehr konzentriert und fokussiert zu sein. Mit seinen 12 Jahren ist er ja auch schon ein wenig geübt in diesen Auftritten. Papa ist hier Tscherno GN von Vertigo GN, der auf Nereus zu Hause ist. Die Mutter stammt von einem Waagendorf-Hengst. Nicht so amüsiert über die beiden anderen Hengste im Ring anscheinend, der Gute. Aber sehen Sie, elegante flüssige Bewegungen unter dem Reiter.

Ach, machen wir doch gleich bei dem Herrn an der Hand weiter. Lokator. Braunschecke von Loki MW. Und Halbbruder zu Perun von vorhin. Somit auch Sohn von Tupfenkleid. Und das bedeutet? Wer hat aufgepasst? Richtig. Lokator ist ein Enkel von dem Tupfenkind hier. Ein charismatischer junger Mann, der mit seiner offenen Art bezaubert. Keiner den wir mal im Grand Prix sehen werden vermutlich, aber dennoch natürlich liebenswert und eine Klasse für sich.

Der Letzte dieser Runde ist der gerittene Braunschecke Kräuterli MW, dessen Name man auch schon gehört haben könnte. Nicht der einfachste Charakter haben wir uns sagen lassen, aber etwas ganz Besonderes. Die Mutter Painted Daisy leider mittlerweile schon verstorben und Papa, mittlerweile Wallach, Kronzeuge. Ein dunkler Trakehner der seinem Sohn wohl das Trakehner-Gen mitvererbt hat. Aber auch die ausdrucksstarken und schwungvollen Gänge.


Und zum krönenden Abschluss für die heutige Vesländer-Vorstellung präsentieren wir Ihnen einen Vierspänner. Wieder aus dem Hause Moorwiesen. Das Besondere? Die Farben, wie Sie gleich sehen können UND Sie sehen hier zwei Stuten und zwei Hengste. Und was sehen Sie nicht? Hormonorientierte Monster-Hengste. Also sie Sehen, es funktioniert. Nicht immer, nicht überall, aber hier funktioniert das Gespann einwandfrei.
Es wird auch Abstammungstechnisch wieder gleich ein wenig kompliziert werden. Aber man hat – zu Recht? – langsam das Gefühl, dass Moorwiesen eine große Pferdefamilie ist.

Wir beginnen mit den Damen. Vadusa, die Buckskinstute, und Valeska, die hellere Palominostute. Wie man hier anhand des Namens schon vermuten kann: Mutter und Tochter. Vadusa, eine eher unkomplizierte und einfache Stute. Mit ihren 4 Jahren schon sehr ruhig und brav im Vierspänner. Turniermäßig natürlich noch nicht im Gespann unterwegs, aber hier sieht man sie entspannt. Papa ist der schicke Rapphengst Uthilos, der im Dressurviereck zaubert.

Mama Valeska, eine erfahrene 16-Jährige Stute mit 9 Nachkommen und nun häufiger auch in den nationalen Dressurvierecken zu sehen. Sie selbst mag neue Herausforderungen und ist immer noch fit wie ein Turnschuh. Nun wird es ein wenig kompliziert; aufgepasst.
Valeska ist Mama von Viveta (v. RRs Scherzkeks). Eine von Vivetas Töchtern, Relindeya MW, ist wieder rum Mama von Tupfenkleid, die wir heute schon hier hatten. Uuuuund! Vivetas Halbschwester Vilana MW (v. Little Phoenix; a.d. Valeska) ist die Mama von Vinaya MW. Und der Papa von Vinaya ist Kräuterli, den wir ja heute auch schon gesehen haben. Damit aber immer noch nicht genug: Denn Vinaya ist nicht nur Tochter von Kräuterli, sondern auch Mama von Zwergenaufstand. Und Zwergenaufstand ist der schicke Dreijährige Varnish Fuchs Roan hier im Ring.

Ich sag ja, kompliziert bei den Moorwiesens. Nungut, machen wir gleich bei dem Zwerg hier weiter: auch ein recht junger Hengst noch, der auch anfangs immer etwas schüchtern und zurückhaltend ist. Hier im Vierspänner mit den erfahrenen Pferden neben sich, ist er doch gleich viel mutiger. Papa ist der Rappvolltiger Zwiebel MW, der von Zenturio af Cavenaugh abstammt, dessen Mama die bekannte Dresurstute Edelweiß aus dem Hause Sternhof ist. Also kein unbeschriebenes Blatt, das Pedigree des Jungen.

Der Unfärbigste in dieser Runde ist der Rapphengst EA Konfuzius. Ein Sohn des leider schon verstorbenen Konstantin. Erfolgreich in der Dressur als auch vor dem Wagen. Und von Fuzzi, wie er liebevoll daheim genannt wird, haben wir zufällig eine ganz nette Beschreibung bekommen, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen:
Steht gern im Mittelpunkt, verlangt nach Aufmerksamkeit, lässt sich allerhand Dummheiten einfallen, um sie zu bekommen, zeigt sich beim Imponiergehabe genauso motiviert wie in der täglichen Arbeit, auch wenn er oft nicht ganz unterscheiden kann, wann das eine aufhört und das andere anfängt, kann manchmal ein bisschen anstrengend sein, lässt sich für gewöhnlich aber ganz gut händeln, sucht selten die direkte Konfrontation und springt auch vor Widersachern lieber eindrucksvoll auf und ab, wenn es einer auf einen Kampf anlegt, gibt er aber schnell klein bei, im direkten Umgang meist charmant, lässt sich kraulen, ist aber nicht übermäßig verschmust, weiß aber, wie er das Herz seiner Menschen erobert.

Ja und das waren die letzten Vesländer für den heutigen Tag. Morgen sehen Sie dann weitere Vertreter dieser Rasse, in kleinerer Form. Selbe Zeit, selber Ort!




16:30 WE-Vorführung

In der Halle werden verschiedene Trailhindernisse aufgebaut. Kommentiert wird die Vorführung von Working Equitation-Trainerin Evelyn Preiss. Zunächst zeigen die einzelnen Pferde und ihre Reiter verschiedene Dressurlektionen aus den unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden der Working Equitation. Danach wird jedes Hindernis einzeln erklärt und vorgeführt, zum Schluss liefern sich alle Teilnehmer einen rasanten kleinen Wettkampf im Speed Trail, bei dem die Zuschauer herzlichst eingeladen sind, für ihren Favoriten zu jubeln.

Alexander Farinsky auf Romulus Vulkan XIV
Sonja Smaho auf Rob MacTiridh
Annette Bitterich auf Darius
Oliver Meissner auf Favory Barceloneta
Jana Winter auf Ima Tru Man
Amelie Geiger auf Hermine
Lesslie Castle auf Caballos Gaphina
Sophia Damüller auf Caballos Heron
Evelyn Duffy auf Caballos Djaro




18:30 Stuntvorführung

Wie im wilden Westen - oder doch lieber ein Ausflug ins Mittelalter? Stuntreiter Jeremias Geider und Dorian Teufel bieten beides in ihrer rasanten, actiongeladenen Vorführung mit ihren Pferden Antihero BF und Nadim ibn Samad ox. Zu den Klängen bekannter Filmsoundtracks präsentieren die beiden ein Repertoire aus Tjost, Schwertkampf zu Pferd, Bogenschießen zu Pferd und so manch eine Fall- und Nichtfallmethode. Kinder, nicht zuhause nachmachen!

 
EZ Zahr
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zuletzt bearbeitet 24.01.2017 | Top

   

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